Seit Februar 2025 begleitet mich die Rotenburger Kreiszeitung auf meinem Weg des Abnehmens. Mein Startgewicht lag bei über 220 kg, und nach langem Überlegen entschied ich mich für eine Magenverkleinerung durch einen Schlauchmagen. Dank dieser Operation konnte ich bereits knapp 90 kg abnehmen – ein unglaublicher Erfolg! Doch dann stagnierte mein Gewicht, egal was ich tat. Der Grund? Eine Fettverteilungsstörung.
Eine Fettverteilungsstörung, bei mir eine Lipohypertrophie, bedeutet, dass sich Fett unkontrolliert in bestimmten Körperregionen ansammelt und weder durch gesunde Ernährung noch durch Sport reduziert werden kann. Während eine klassische Gewichtsabnahme bei Adipositas funktioniert, bleibt das Fett bei einer Lipohypertrophie bestehen. Die einzige Lösung? Plastische Chirurgie.
Um meine gesundheitlichen und ästhetischen Ziele weiter zu erreichen, führte ich bereits mehrere Operationen durch. Seit der ersten Liposuktion (Fettabsaugung) an meinen Beinen begleitet mich die Rotenburger Kreiszeitung auf diesem Abschnitt meines Weges. In regelmäßigen Berichten wird nicht nur meine persönliche Erfahrung dokumentiert, sondern auch Ärzte und Experten kommen zu Wort, um fundierte medizinische Einblicke zu geben.
Noch immer gibt es zahlreiche Vorurteile gegenüber Menschen mit starkem Übergewicht, Magenverkleinerungen und plastischen Operationen. Viele glauben, dass Disziplin und Diäten allein reichen – doch die Realität ist oft komplexer. Adipositas ist eine Krankheit, und medizinische Eingriffe wie eine Magenverkleinerung oder eine Fettabsaugung sind für viele Betroffene der einzige Weg zu einem gesünderen Leben.
Durch die Berichterstattung in der Rotenburger Kreiszeitung möchte ich helfen, Aufklärung zu leisten, Vorurteile abzubauen und Mut zu machen. Mein Wunsch ist es, dass mehr Menschen verstehen, dass der Weg zur Gesundheit individuell ist – und dass jeder, der diesen Weg geht, Unterstützung und Respekt verdient.
Wer meinen Abnehmweg bis zur ersten plastischen Operation noch einmal nachlesen möchte, findet meine Geschichte in meinem Buch „Happy Hippotrophie“. Mit Humor, Kitsch und etwas Drama schreibe ich über die kleinen und großen Herausforderungen dieser Reise. Es ist kein klassischer Abnehmratgeber, sondern ein Buch, das vielleicht jedem ein wenig Mut schenkt, der sich in einer ähnlichen Situation befindet. Denn Aufgeben ist keine Option.
>> Infos zum Buch <<
Danke, dass ihr mich begleitet!
Magenverkleinerung, Diät und Fettabsaugung: Für die Gesundheit steht Tina Kuschel aus Vierden bei Sittensen einiges durch. Für sie geht es nicht um ein Körperideal, sondern darum, durch ihr Gewicht nicht weiter eingeschränkt zu werden. Das ist ihr mühsamer Kampf gegen das Fett.
Chefarzt Dr. Nils-Kristian Dohse führt Eingriffe bei Adipositas-Patienten durch. Er macht Fettabsaugungen und Straffungen bei übergewichtigen Patienten, so auch bei Tina Kuschel. Ihr wurden bei der Operation acht Liter Fett gemischt mit Blut entzogen. So lief die Fettabsaugung.
Herzlichen Dank an Lea Borner von der Rotenburger Kreiszeitung, die mich auf diesem Weg begleitet.
Lass uns mal ehrlich sein: Wer hat eigentlich festgelegt, wie ein "richtiger" Körper auszusehen hat? Die Modeindustrie? Social Media? Irgendwelche Fitness-Gurus, die meinen, ihr Sixpack sei der Maßstab für Glück? Fakt ist: Es gibt keine Norm! Und selbst wenn es sie gäbe – wer hat das Recht, dir zu sagen, wie du dich fühlen sollst?
Body Positivity bedeutet nicht, dass wir Über- oder Untergewicht feiern. Es bedeutet, dass du deinen Körper liebst und akzeptierst, so wie er in diesem Moment ist – egal ob du 150 kg, 100 kg oder 60 kg wiegst. Und ja, auch wenn du dich entscheidest abzunehmen oder zuzunehmen, darfst du dich trotzdem toll finden! Dein Körper verändert sich – deine Selbstliebe sollte es nicht.
Es wird oft behauptet, dass ein schlanker Körper automatisch gesund ist und ein dicker Körper krank. Aber so einfach ist es nicht. Studien zeigen, dass es sogenannte "metabolisch gesunde Übergewichtige" gibt – Menschen mit höherem Gewicht, aber stabilen Blutwerten, ohne Diabetes oder Herzprobleme. Gleichzeitig können schlanke Menschen an ernährungsbedingten Krankheiten leiden, auch wenn sie optisch "fit" wirken. Gesundheit ist individuell – und sie hängt nicht nur von der Zahl auf der Waage ab!
Ja, wir wissen alle, dass starkes Übergewicht gesundheitliche Risiken haben kann. Aber weißt du was? Das wissen übergewichtige Menschen selbst! Und sie brauchen niemanden, der ihnen ungefragt "gute Ratschläge" gibt. Jeder Mensch ist für seinen eigenen Körper verantwortlich. Willst du abnehmen? Super, go for it! Fühlst du dich wohl, so wie du bist? Perfekt, bleib genau so! Es ist deine Entscheidung – und niemand hat das Recht, dich dafür zu bewerten.
Warum fällt es uns so schwer, andere einfach sein zu lassen? Wieso gibt es immer noch Menschen, die glauben, sie müssten ungefragt den Körper anderer kommentieren? Kein Mensch ist dazu verpflichtet, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Und wenn du dich in deinem Körper wohlfühlst, dann hast du genau das erreicht, was wirklich zählt: Selbstakzeptanz.
Body Positivity heißt nicht, dass wir alles perfekt finden müssen. Aber es heißt, dass wir aufhören, uns selbst schlechtzumachen, nur weil wir nicht in eine gesellschaftliche Schablone passen.
Du bist mehr als dein Körper. Du bist ein wundervoller Mensch – mit oder ohne "Idealfigur". Und das solltest du nie vergessen!
Ich durfte mir im Laufe meines Lebens viele Kommentare anhören – von "So würde ich mich nicht auf die Straße trauen" bis hin zu "Mit dem Gewicht hätte ich mich längst erschossen." Aber wie kam es überhaupt so weit?
Ich war schon als Kind mollig und wurde im Laufe der Jahre immer dicker. Warum? Weil ich zu viele Kalorien zu mir genommen habe. Essen war für mich nicht nur Nahrung – es war Trost, Beruhigung und mein bester Freund. Ich habe mein bisheriges Leben gebraucht, um zu verstehen, dass ich eine emotionale Esserin bin. Jedes Mal, wenn etwas Schlimmes passierte oder ich traurig war, griff ich zum Essen. Meine psychische Gesundheit war angegriffen, und das führte schließlich zu Adipositas.
Wie oft habe ich schon gehört: "Och, mit einer Magenverkleinerung kann ja jeder abnehmen!" Falsch! Eine Magenverkleinerung ist keine einfache Lösung, sondern eine große Entscheidung mit lebenslangen Konsequenzen. Sie ist eine Hilfe, aber sie garantiert keinen dauerhaften Erfolg.
Ich habe mich nach langen Überlegungen für eine Magenverkleinerung entschieden, weil eine Abnahme mit 220 kg wie ein Hamsterrad ist. Um abzunehmen, musst du Sport machen. Aber um mit 220 kg Sport machen zu können, musst du erst mal abnehmen. Viele Bewegungen sind mit so einem hohen Gewicht schlicht nicht möglich – die Belastung für Gelenke, Herz und Kreislauf ist enorm. Eine Magenverkleinerung war für mich der nötige erste Schritt, um überhaupt in der Lage zu sein, mich langfristig gesünder zu bewegen und zu ernähren.
1. Hausarzt oder Allgemeinmediziner
Dein Hausarzt ist oft die erste Anlaufstelle. Er kann deine gesundheitliche Situation einschätzen, dir erste Tipps geben oder dich an Spezialisten weiterleiten. Aber mal ehrlich: Nicht jeder Hausarzt ist auf Adipositas spezialisiert. Wenn du merkst, dass dein Arzt sich nicht wirklich für dein Anliegen interessiert, ist es vielleicht an der Zeit, dich anderweitig umzusehen.
2. Ernährungsberater und Diätassistenten
Professionelle Ernährungsberater oder Diätassistenten können dir helfen, einen individuellen Ernährungsplan zu erstellen. Achte darauf, dass sie eine fundierte Ausbildung haben und idealerweise von einer Fachgesellschaft zertifiziert sind.
3. Fachärzte (Endokrinologen, Ernährungsmediziner, Adipositas-Spezialisten)
Manchmal stecken hormonelle oder stoffwechselbedingte Ursachen hinter dem Übergewicht. Ein Endokrinologe oder ein auf Ernährungsmedizin spezialisierter Arzt kann dir helfen, wenn eine solche Ursache vermutet wird.
4. Psychologen und Verhaltenstherapeuten
Oft spielen psychologische Faktoren eine Rolle beim Thema Abnehmen. Ein Verhaltenstherapeut kann dich unterstützen, wenn du Schwierigkeiten hast, alte Gewohnheiten abzulegen oder wenn emotionales Essen ein Thema für dich ist.
5. Selbsthilfegruppen und Online-Communities
Der Austausch mit anderen Betroffenen kann unglaublich motivierend sein. Es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen, sowohl offline als auch online, in denen du dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst.
Ich selbst war mal bei der Adipositas SHG Rotenburg (Wümme). Auch wenn das Konzept der Selbsthilfegruppe nichts für mich gewesen ist, so kann ich diese uneingeschränkt weiterempfehlen.
6. Fitness- und Personal Trainer
Bewegung spielt eine große Rolle beim Abnehmen. Ein erfahrener Fitnesscoach kann dir helfen, ein Training zu entwickeln, das zu dir und deinem Körper passt.
Fazit:
Wenn du abnehmen möchtest, hast du viele Möglichkeiten. Wichtig ist, dass du dich bei deinem Ansprechpartner wohl und verstanden fühlst. Falls du das Gefühl hast, nicht ernst genommen zu werden – such dir jemand anderen. Dein Weg ist es wert, mit den richtigen Leuten gegangen zu werden!
Ich war in einem Adipositas-Zentrum, wo ich mich über verschiedene Abnahmemöglichkeiten informiert habe. Dort wurde mir die OP empfohlen. Ich habe lange überlegt, bevor ich mich entschieden habe.
Allerdings erwähne ich hier bewusst nicht den Namen des Zentrums, denn leider bin ich im Nachhinein nicht glücklich mit meiner Wahl gewesen. Ich fühlte mich dort weder vor noch nach der Operation gut begleitet.
Deshalb mein Tipp: Wer sich für eine Magenverkleinerung interessiert, sollte sich im Vorfeld gründlich informieren. Ein gutes Adipositas-Zentrum sollte:
- Ein erfahrenes Team mit Spezialisten für Adipositas-Chirurgie haben.
- Eine umfassende Vor- und Nachsorge anbieten – mit Ernährungsberatung, psychologischer Betreuung und Bewegungstherapie.
- Auf individuelle Bedürfnisse eingehen und nicht nur eine OP „verkaufen“.
- Einen respektvollen Umgang mit den Patienten pflegen – ohne Vorurteile und Druck.
Höre auf dein Bauchgefühl und wähle eine Klinik, in der du dich wirklich gut aufgehoben fühlst.
Ein Schlauchmagen ist eine Form der Magenverkleinerung, bei der ein großer Teil des Magens operativ entfernt wird. Übrig bleibt ein schlauchförmiger Magen, der nur noch etwa 20–30 % des ursprünglichen Volumens hat. Das bedeutet, dass du deutlich weniger essen kannst und schneller satt wirst. Zudem werden Hormone beeinflusst, die das Hungergefühl steuern – viele Menschen haben nach der OP weniger Appetit.
Im Vergleich dazu gibt es den Magenbypass, bei dem nicht nur der Magen verkleinert, sondern auch ein Teil des Darms umgangen wird. Dadurch werden weniger Nährstoffe aufgenommen, was eine stärkere Gewichtsabnahme bewirken kann. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile – die Wahl hängt von den individuellen Voraussetzungen und Zielen ab.
Eine professionelle Ernährungsberatung kann Wunder wirken – und nein, das heißt nicht, dass dir jemand nur „Iss einfach weniger!“ ins Gesicht sagt. Gute Ernährungsberater:innen helfen dir, deine Ernährung langfristig umzustellen, ohne dass du das Gefühl hast, auf alles verzichten zu müssen. In vielen Adipositas-Zentren ist die Ernährungsberatung ein fester Bestandteil der Therapie, und manche Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten!
Ich hatte eine lange Zeit eine gute Ernährungsberaterin, mit der ich sogar Online-Meetings haben konnte, von meiner Krankenkasse, der AOK. Frag einfach mal bei Deiner Krankenkasse nach!
Essen ist mehr als nur Kalorien zählen. Oft stecken emotionale oder psychische Faktoren dahinter, warum wir essen, was wir essen. Psychologische Unterstützung kann dir helfen, alte Muster zu durchbrechen und neue Strategien zu entwickeln. Und das Beste: Viele Adipositas-Zentren haben Psychologen im Team, die sich genau mit diesen Themen auskennen. Das war in meinem Adipositas-Zentrum tatsächlich sehr gut.
Hast du das Gefühl, dass dein Körper an manchen Stellen mehr speichert als an anderen, ohne dass Diäten helfen? Dann könnte eine Fettverteilungsstörung wie ein Lipödem dahinterstecken. Das ist eine medizinische Erkrankung und keine Frage von "falscher Ernährung". Fachärzte für Lymphologie oder Phlebologie können dir helfen!
Nach einer starken Gewichtsabnahme kann es sein, dass Hautüberschüsse bleiben. Falls das für dich ein Thema ist, dann suche einen erfahrenen plastischen Chirurg, der auf körperformende Eingriffe spezialisiert ist. Viele Adipositas-Zentren bieten hier enge Kooperationen mit Fachärzten an, sodass du von Beginn an gut beraten wirst.
Und hier eine ganz wichtige Regel: Lass dich nicht von „Doc Beauty“ und seinen Instagram-Versprechen blenden! Nur weil ein Arzt im Internet gehypt wird, heißt das nicht, dass er auch der beste für dich ist. Viele dieser „Beauty-Docs“ haben zwar eine tolle Social-Media-Präsenz, aber das ersetzt keine echte Fachkompetenz. So eine OP ist kein Friseurbesuch – hier geht es um deine Gesundheit, deinen Körper und dein Wohlbefinden! Achte darauf, dass du dich für einen Arzt entscheidest, der dich ernst nimmt, ausführlich berät und auch nach der OP für dich da ist.
Ich selbst werde in der plastischen Chirurgie des Agaplesion Diakonieklinikum in Rotenburg Wümme operiert und begleitet. Ich fühle mich dort sehr gut aufgehoben und kann diese zu 100% empfehlen.
Ich bin keine Medizinerin und mein Fachwissen ist begrenzt. Alles, was ich hier teile, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und dem Wissen, das ich seit Beginn meiner Abnehmreise gesammelt habe. Ich kann keine Garantie für vollständige Richtigkeit übernehmen und empfehle jedem, sich zusätzlich selbst zu informieren und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Mit diesen Antworten gehe ich auf die häufigsten Fragen ein und hoffe, dass ich dem ein oder anderen den Start in ein gesünderes Leben erleichtern kann.
2022 wurde ich während meiner Brautkleidsuche gefragt, ob ich bei Zwischen Tüll & Tränen mitmachen möchte. Nach einigem Überlegen habe ich schließlich zugesagt – und es war ein wunderbarer, spannender Tag!
Dort habe ich auch über meine Abnehmreise gesprochen. Einen kleinen Einblick könnt ihr hier sehen, und den Link zur kompletten Folge findet ihr im Text.
VOX:
>>Zwischen Tüll und Tränen: Tina wiegt sagenhafte 80 Kilo weniger<<
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